Wie frühe Bindungserfahrungen unser Leben heute beeinflussen – und wie Veränderung gelingt
Von Marc Alexander Holtz
Viele Menschen spüren, dass etwas „nicht stimmt“: zu viel Stress, Perfektionismus, Unsicherheit, Überforderung, Probleme in Beziehungen.
Was nur wenige wissen: Hinter vielen dieser Muster steckt kein „Fehler im Erwachsenenleben“, sondern ein Entwicklungstrauma – ein Mangel an emotionaler Sicherheit in der Kindheit.
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Einer der Ansätze, die meine Arbeit prägen, ist das neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM) – entwickelt u. a. von Dr. Laurence Heller.
Es ist eine von mehreren traumasensiblen Perspektiven, die ich nutze, um zu verstehen, wie frühe Bindungserfahrungen unser heutiges Verhalten formen – und wie Veränderung möglich wird, ohne sich selbst zu verlieren.
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Unsere Entwicklungsbedürfnisse
Die Entwicklungsbedürfnisse die wir als Kinder hatten – und was passiert, wenn sie zu kurz kommen:
1. Kontakt – Nähe zulassen & sich selbst wahrnehmen können
Bedürfnis: Geborgenheit, gesehen werden, körperliche/emotionale Nähe.
Wenn es fehlt:
Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen Überanpassung, Leistungsmodus sich selbst schlecht spüren können
Typischer Satz: „Ich funktioniere, aber ich fühle mich nicht.“
2. Einstimmung – sich selbst verstehen & ernst nehmen
Bedürfnis: innere Orientierung, eigene Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen.
Wenn es fehlt:
man verliert sich in den Gefühlen anderer Unsicherheit bei Entscheidungen chronischer Selbstzweifel
Typischer Satz: „Ich weiß, was andere brauchen – aber nicht, was ich brauche.“
3. Vertrauen – sich sicher fühlen & Kontrolle abgeben können
Bedürfnis: Sicherheit, Verlässlichkeit, das Gefühl, gehalten zu sein.
Wenn es fehlt:
Misstrauen, Kontrollbedürfnis Harmoniesucht oder Distanz Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen
Typischer Satz: „Ich mache lieber alles selbst, sonst geht es schief.“
4. Autonomie – eigene Entscheidungen treffen dürfen
Bedürfnis: Freiheit, Selbstwirksamkeit, Raum für eigene Impulse.
Wenn es fehlt:
Schuldgefühle bei eigenen Entscheidungen Anpassung, Perfektionismus Angst, zur Last zu fallen
Typischer Satz: „Ich darf nichts falsch machen.“
5. Liebe & Sexualität – sich liebenswert fühlen & tief verbinden mit sich oder anderen
Bedürfnis: Liebe geben und annehmen, Intimität, gesunde Sexualität.
Wenn es fehlt:
Schwierigkeiten in Beziehungen, Nähe-Distanz-Probleme, geringer Selbstwert oder Überkompensation
Typischer Satz: „Ich sehne mich nach Nähe – aber sie macht mir auch Angst.“
Was ist ein Entwicklungstrauma – und warum betrifft es (fast) alle?
Ein Entwicklungstrauma entsteht nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch zu wenig emotionale Sicherheit über eine lange Zeit.
Das führt später zu:
Stress-Empfindlichkeit, Perfektionismus, ständiger Selbstkritik, Problemen in Beziehungen, dem Gefühl, „nicht genug“ zu sein, Überforderung bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit.
Kurz: Wir reagieren als Erwachsene mit alten, kindlichen Schutzmustern.
Typische Schutzmechanismen – und warum sie heute nicht mehr helfen
Im Coaching zeigen sich häufig Muster wie:
Überanpassung, Rückzug, Kontrolle, Gefühlsüberflutung, Entkopplung vom Körper, Ärger gegen sich selbst statt Grenzen, Hypervigilanz („ständig an“).
Diese Muster hatten in der Kindheit Sinn.
Heute schützen sie nicht mehr – sie blockieren.
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Ich bin praxisorientierter Beziehungscoach* und bringe Menschen dazu, sich und anderen mit Neugierde zu begegnen. Was dann passiert ist kein Zufall.
Ausgebildet zum traumasensibilisierten Beziehunfscoach. Heißt, die oft unsichtbaren Folgen von Traumata zu erkennen, zu verstehen und im Umgang mit Betroffenen bewusst darauf zu reagieren.
Ich arbeite mit Einzelpersonen und gebe Workshops für Verbände & Firmen nach Anfrage.
2025 ist erstmals mein Programm „Zurück zu dir, zurück nach vorn“ erschienen. Es begleitet meine Arbeit, Schreiben und Denken.
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Häufige Fragen zum Coaching (FAQ)

Wenn du dich selbst verlierst, merkst du es oft erst, wenn andere dich brauchen. Es ist Zeit, dich zu finden. ~ Marc Alexander Holtz, traumasensibler Beziehungscoach.

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