Und warum nicht das Gefühl das Problem ist
Viele Menschen glauben, dass Gefühle gefährlich sind. Dass sie überwältigen, lähmen oder alles durcheinanderbringen könnten.
Doch was uns wirklich Angst macht, ist selten das Gefühl selbst. Nicht das Fühlen macht Angst – sondern das, was wir darin vermuten
Von Marc Alexander Holtz, Beziehungscoach
Erfahrungsberichte der KlientInnen
Es ist die Vorstellung davon, was passieren könnte, wenn wir es zulassen.
Wir fürchten nicht die Traurigkeit –sondern das Zusammenbrechen.
Nicht die Wut – sondern den Kontrollverlust.
Nicht die Scham – sondern die Angst, nicht mehr richtig zu sein.
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Die Angst gilt dem inneren Film, nicht der Realität
In uns laufen oft ganze Szenarien ab: Wenn ich das fühle, halte ich es nicht aus.
Dann funktioniere ich nicht mehr.
Dann verliere ich mich.
Diese Bilder wirken real.
Doch sie sind Gedanken über Gefühle – keine Gefühle selbst.
Gefühle sind körperliche Prozesse.
Sie entstehen, bewegen sich, verändern sich.
Sie wollen nichts zerstören.
Sie wollen wahrgenommen werden.
Was wir vermeiden, bindet Energie
Solange Gefühle nicht gefühlt werden dürfen, müssen sie kontrolliert, unterdrückt oder umgangen werden.
Das kostet Kraft.
Und hält uns in einem inneren Spannungszustand fest.
Erst wenn wir aufhören, gegen das Gefühl zu kämpfen, entsteht etwas Neues:
Bewegung. Entlastung. Selbstkontakt.
Fühlen heißt nicht, sich zu verlieren
Fühlen bedeutet nicht, überwältigt zu werden.
Es bedeutet, mit sich in Beziehung zu gehen.
Mit Begleitung, Sicherheit und innerer Orientierung lernen viele Menschen etwas Entscheidendes:
Gefühle kommen – und sie gehen auch wieder.
Was bleibt, ist oft mehr Ruhe.
Mehr Klarheit.
Mehr Verbindung zu sich selbst.
Reflexionsfrage zum Mitnehmen
Welches Gefühl vermeidest du weniger wegen seiner Intensität – sondern wegen der Vorstellung, was passieren könnte, wenn du es wirklich zulässt?

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