Manchmal, ja manchmal merkt man leider erst viel zu spät, dass etwas in der Beziehung nicht stimmt. In der Beziehung zu sich und oder in der Beziehung zu anderen.
Nicht, weil die Liebe fehlt. Nein. Nicht, weil man sich nicht mehr will. Überhaupt nicht.
Sondern weil sich leise, fast unsichtbar etwas einschleicht, alte Muster einschleichen. Die uns einmal schützen sollten.
Von Marc Alexander Holtz
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Der Rückzug, der gar nicht böse gemeint ist.
Die Gereiztheit, die eigentlich Angst versteckt.
Das Schweigen, das nur schützen will – aber das niemanden verbindet.
Noch frisch. Grade geschrieben.

Wir unterschätzen, wie sehr unsere Vergangenheit in jeder Berührung in unserem Jetzt und Heute mitwirkt.
Wie schnell ein Satz, ein Blick, eine kleine Enttäuschung verwandelt wird in etwas Großes. Einen Streit oder einen wiederkehrenden Konflikt.
Etwas, das man gar nicht kontrollieren kann, solange man es nicht erkennt. Und manchmal erkennt man es nicht mehr rechtzeitig.
Und irgendwann stellt man sich die Frage, die eigentlich jede Beziehung stellt:
Wollen wir das noch? Will ich das noch? Nenne ich es schon toxisch oder renne ich in Wahrheit vor etwas weg?
Viele wollen irgendetwas. Für sich, für ihre Beziehung – innen an sich arbeiten und die eigene Verantwortung übernehmen, wollen nur wenige Menschen.
Pflegen wir unsere Liebe – oder sabotieren wir sie ohne es zu merken?
Genau dort beginnt die wahre Arbeit. Und genau dort kommen wir ins Gespräch.
Das Erschreckende und Hoffnungsvolle einer Beziehung
Denn das Erschreckende – und gleichzeitig Hoffnungsvolle – ist:
Die meisten Menschen scheitern nicht an fehlender Liebe, sondern an fehlender Bewusstheit.
Nicht an großen Dramen, sondern an kleinen, wiederkehrenden Mustern, die sich unbemerkt festsetzen.
Die Muster entscheiden
Und genau diese Muster entscheiden darüber, ob eine Beziehung wächst oder langsam erodiert.
„Nähe ist kein Gefühl. Nähe ist eine Entscheidung.“
Wenn man sie sieht, kann man sie verändern. Wenn man sich sieht, kann man sich verändern.
Wenn man sie versteht, kann man aussteigen. Oder einsteigen.
Wenn man sie gemeinsam ansieht, entsteht genau das, was jede Beziehung trägt: echte Verbindung.
Erodierende Beziehung
1. Nähe führt zu Stress statt zu Entspannung
Wenn Bindungssysteme alte Erfahrungen aktivieren, fühlt sich Nähe gefährlich an – und Distanz plötzlich sicher.
2. Der Partner wird unbewusst „getestet“
Sätze, Verhalten, Sticheleien, die prüfen sollen: „Bleibst du auch dann noch bei mir?“
Du spielst mit dem Feuer.
3. Innere Alarmbereitschaft statt innerer Sicherheit
Das Nervensystem liest Alltagssituationen wie Bedrohungen. Weshalb die meisten Konflikte auch nichts mit dem Jetzt zu tun haben.
4. Überkorrektheit & Perfektion als Schutz vor Verletzung
Wer nie Fehler machen will, vermeidet echte Beziehung. Du wirst dann auch nichts lernen.
5. Unfähigkeit, Liebe wirklich zu empfangen
Komplimente, Zuwendung, Nähe – alles wird bagatellisiert oder abgewehrt.
6. Alte Loyalitäten im Untergrund
Unbewusst wird ein Elternteil, ein früherer Partner oder eine frühere Beziehungserfahrung „mitgeführt“.
7. Übermäßige Autonomie
Das Selbstbild „Ich brauche niemanden“ wird als Unabhängigkeit verkauft – ist aber in Wahrheit Angst. Detektiv zu sein, ist hier nicht angebracht.
8. Konfliktvermeidung, die die Beziehung erodiert
„Ich will keinen Streit verursachen“ heißt oft: „Ich halte meine Grenze nicht.“
9. Projektionen, die nie überprüft werden
Was der Partner angeblich denkt, fühlt oder will – kommt aus dem eigenen Inneren.
Das ist eine unangenehme Wahrheit. Aber erst mal vor der eigenen Haustür kehren, ist ziemlich schlau.
10. Beziehung als Bühne für alte Wunden
Ein kleiner Trigger, und plötzlich reagiert jemand wie ein 5-jähriges Kind (das damals niemand gehalten hat). Nein, niemand ist ein Kind heute, der erwachsen ist. Aber viele lassen inneres Kind ihr Leben entscheiden.
„Viele Paare trennen sich nicht wegen Problemen – sondern wegen Schweigen.“
Konkrete Marker für echte Beziehungspflege
(Wirklich sichtbar, wirklich spürbar – echte Arbeit, echte Liebe.)
1. Kontinuierliche Mini-Reparaturen
Das ist nur Training und nicht anstrengend. Beispielsweise: „Hey, das war nicht cool von mir. Lass uns kurz drüber reden.“
2. Bewusste Zuwendung
Blicke, Worte, kleine Gesten – ohne Anlass. Überprüf das mal. Die meisten tun das ab. Und überprüft das nicht bei deinem Partner, sondern bei dir.
3. Konstruktive Konfliktfähigkeit
Nicht ob, sondern wie man streitet. Und auch hier mein Tipp: du änderst dich. Niemand anderen. Aber finde das gerne heraus.
4. Interne Verantwortung
„Ich reagiere gereizt, weil ich gestresst bin – nicht wegen dir.“
5. Mut zur Selbsterklärung
Man erklärt, was in einem passiert – nicht, was der andere falsch macht.
6. Regelmäßige Paargespräche
10 Minuten am Tag, 1 Abend pro Woche, 1 längeres Gespräch pro Monat. Nur zum Beispiel. Ich ahne schon dein Gesicht.
7. Verständnis für Trigger
„Wenn ich mich zurückziehe, geht’s um mich, nicht um dich.“ Was immer wieder und schnell passiert: etwas als Verständnis oder etwas als Liebe verkaufen, was kein Verständnis und keine Liebe ist.
8. Interesse an der Innenwelt des anderen
Fragen, Neugier, echtes Hinhören. Beobachte dich mal oder verlangst du nur dann ist das auch deine Baustelle. Dann liebst du aus einem Defizit heraus. Und fühlst dich eher nicht gut genug.
9. Gemeinsame Visionen & Entscheidungen
Zukunft wird gemeinsam gedacht. Wer keine Verantwortung oder Commitment braucht, für die oder den ist Beziehung aktuell vielleicht auch nicht das Richtige. Und wenn dem so ist, wirst du jemand anderes davon auch nicht wirklich überzeugen. Das kannst du eher nur verstehen.
10. Einen sicheren Hafen schaffen
Der andere darf schwach sein, ehrlich sein, unsicher sein – ohne Konsequenzen. Dieser Satz klingt so einfach. Ich weiß gar nicht warum.
„Wenn du nicht lernst, dich zu regulieren, wird deine Beziehung es für dich tun.“
4. Was ein Beziehungscoach (traumasensibel) wirklich leisten kann
Und zwar Dinge, die Paare alleine sehr selten schaffen.
1. Muster sichtbar machen, die Paare alleine nicht sehen
Ein Coach erkennt Dynamiken, die in der Beziehung „normal“ wirken – aber destruktiv sind.
2. Das Nervensystem entschleunigen
Viele beziehungsgespräche scheitern, weil wir überflutet sind. Überflutet von dem, was wir innen fühlen. Wir sind nicht wirklich reguliert.
Ein traumasensibler Coach schafft Regulation für dich, für beide oder due Beziehung zu anderen.
3. Konflikte moderieren, bevor sie eskalieren
Nicht einmischen – sondern führen.
Damit Verletzungen gar nicht erst entstehen. Denn viele Verletzungen sind schon da – aus der Kindheit, der Vergangenheit, vorherigen Beziehungen oder aus dem Hier und Jetzt.
4. Grenzen klären, ohne Schuld und Angst
Paare sprechen oft über Bedürfnisse – aber selten über klare Grenzen.
Der Coach bringt Ruhe und Struktur rein.
5. Alte Wunden erkennen, ohne Schuld zu verteilen
„Das ist ein altes Muster“ – statt „du bist falsch“.  Denn das bedeutet, man ist nicht richtig, wie man ist. Nicht gut genug,
6. Scham entgiften
Scham verhindert 80 % aller guten Paargespräche.
Ein Coach macht die Themen sagbar.
7. Sicherheit herstellen
Ohne sicheren Rahmen keine tiefe Verbindung.
Paare können sich das alleine kaum geben. Dann etwas verstehen, stellt noch keine Sicherheit her. Und auch nicht das Gefühl von Geborgenheit.
8. Kommunikation trainieren (nicht nur erklären!)
Live, mit Feedback.
Das verändert alles. Auch das Vertrauen.
9. Nähe wieder aufbauen – langsam, echt, sicher
Kein Druck. Kein künstliches „das muss sich gut anfühlen“.
Sondern organischer, echter Kontakt. Auch mal aushalten, dass etwas noch nicht gut ist. Das ist im Sportstudio nicht anders.
10. Den Weg aus Sabotage hin zu Pflege begleiten
Von Reaktivität → Bewusstheit
Von Distanz → Kontakt
Von Schutz → Verbindung
Das lässt sich relativ einfach und schnell noch einmal lesen oder so oft man will oder so oft es notwendig ist. Nur man merke sich: der längste Weg, den ein Mensch zu gehen hat, ist der vom Kopf zum Herz. Glaub also nicht, du hast sofort alles verstanden.
„Wer nicht repariert, verliert.“
Ein guter Coach hält die Beziehung, während du oder ein Paar lernt, sich selbst zu halten.
Du oder ihr braucht nicht gleich ein Coaching. Vielleicht brauchst du oder er oder sie oder ihr auch nur ein ehrliches Gespräch. Das gebe ich dir, ihr, ihm oder euch kostenlos und du verabschiedest dich oder ihr euch dann von mir. Und ich lerne wieder dazu. Nicht nur du oder ihr. Und vielleicht ist es einfach gut, mich im „Hinterhof“ zu wissen. Oder hier zu lesen oder auf Insta.
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Ich bin praxisorientierter Beziehungscoach* und bringe Menschen dazu, sich und anderen mit Neugierde zu begegnen. Was dann passiert ist kein Zufall.
Ausgebildet zum traumasensibilisierten Beziehunfscoach. Heißt, die oft unsichtbaren Folgen von Traumata zu erkennen, zu verstehen und im Umgang mit Betroffenen bewusst darauf zu reagieren.
Ich arbeite mit Einzelpersonen und gebe Workshops für Verbände & Firmen nach Anfrage.
2025 ist erstmals mein Programm „Zurück zu dir, zurück nach vorn“ erschienen. Es begleitet meine Arbeit, Schreiben und Denken.
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