Sie verstehen alles – nur sich selbst nicht

Viele Menschen kommen ins Coaching, wenn sie merken, dass Verstehen allein nicht reicht. Im Inneren hat sich etwas verändert: eine Sehnsucht, ein Schmerz – die Ahnung, sich selbst verloren zu haben.

Die folgenden Gründe zeigen, womit Menschen zu mir kommen – und was sie mitnehmen.

Von M.A. Holtz, Beziehungscoach

Erfahrungsberichte der KlientInnen

1. Nur im Kopf. Wenig Gefühl.

Die innere Leere wird zur Normalität. Entscheidungen werden immer kopflastiger, das Leben fühlt sich flach oder fremd an. Viele merken erst spät, wie sehr sie sich von sich selbst entfernt haben.

Sie haben gelernt, dass eigene Gefühle keinen Platz haben oder stören. Spüren bedeutete, etwas zu merken, das niemand halten konnte.

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2. Ständig funktionieren – Autopilot.

Der Körper oder die Psyche ziehen irgendwann die Notbremse. Erschöpfung, Gereiztheit oder Sinnverlust nehmen zu. Was lange „ging“, bricht plötzlich weg.

Sie lernten: Wenn ich aufhöre zu leisten, verliere ich Zugehörigkeit oder Sicherheit. Bedürfnisse zeigen war riskant.

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3. Wiederholung von Mustern, die sie langsam zerfressen.

Die Schleife wird enger statt weiter. Beziehungen, Jobs oder innere Konflikte wechseln – das Grundgefühl bleibt. Irgendwann kommt Resignation: „So bin ich halt.“

Gelernt: Veränderung bedeutete Unsicherheit. Bekanntes Leid war sicherer als unbekannte Freiheit.

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4. Weil sie in Beziehungen immer wieder an dieselben Grenzen stoßen.

Sie wollen Frieden von innen statt Drama von außen. Nähe bleibt unsicher oder konflikthaft. Entweder passen sie sich an oder gehen in Abwehr. Tiefe Verbindung wird zur Ausnahme statt zur Erfahrung.

Gelernt: Grenzen setzen führte zu Konflikt, Liebesentzug oder Schuld. Anpassung schien der sicherere Weg.

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5. Weil sie ständig überfordert oder emotional erschöpft sind.

Erschöpfung wird chronisch. Freude, Kreativität und Präsenz verschwinden zuerst, dann die Belastbarkeit. Das Leben fühlt sich wie ein Dauerprojekt an.

Gelernt: Schwäche wurde nicht aufgefangen. Also lernten sie, weiterzumachen – egal wie es ihnen ging.

6. Weil sie zwar „alles im Kopf verstehen“, aber es nicht fühlen. Wenn alles nur im Kopf bleibt:

Verstehen ersetzt kein Erleben. Veränderung bleibt theoretisch, alte Reaktionen kommen trotzdem. Das Gefühl von Stillstand wächst.

Gelernt: Gefühle waren überwältigend oder wurden abgewertet. Denken wurde zum Schutz vor Kontrollverlust.

7. Sie fühlen viel – aber ohne Kontrolle. Wenn Gefühle unreguliert bleiben:

Emotionen übernehmen die Führung. Beziehungen werden instabil, Entscheidungen impulsiv. Das Vertrauen in sich selbst schwindet.

Gelernt: Emotionen hatten früher keine sichere Antwort. Also blieben sie ungebremst oder wurden komplett unterdrückt.

8. Sie treffen Entscheidungen aus Angst statt aus Klarheit.

Das Leben wird kleiner statt stimmiger. Chancen werden gemieden, Sicherheit wird über Freiheit gestellt. Oft bleibt das Gefühl, am eigenen Leben vorbeigelebt zu haben.

Gelernt: Eigene Impulse waren unerwünscht oder wurden korrigiert. Orientierung im Außen schützte vor Fehlern.

9. Weil sie immer wieder in Selbstzweifel fallen.

Sie sabotieren sich leise, aber konstant. Möglichkeiten werden nicht ergriffen, Grenzen nicht gesetzt. Das eigene Potenzial bleibt Theorie.

Gelernt: Sich selbst zu glauben wurde bestraft oder belächelt. Kleinmachen war sicherer als Selbstbehauptung.

10. Weil sie schmerzhafte Kindheitsdynamiken erkennen – aber keinen Umgang damit finden.

Vergangenes steuert unbewusst die Gegenwart. Alte Rollen und Reaktionen wiederholen sich. Heilung wird vertagt – oft auf Kosten heutiger Beziehungen.

Gelernt: Hinsehen hätte Loyalität gebrochen. Wegschauen schützte Bindung.

11. Weil sie mehr Nähe wollen, aber gleichzeitig Angst vor Nähe haben.

Sie sabotieren Nähe – und wissen nicht warum. Sie zerstören sogar Beziehungen. Beziehungen bleiben instabil oder brechen ab. Intimität wird sabotiert, oft ohne es zu wollen. Einsamkeit entsteht mitten in Beziehungen.

Gelernt: Nähe war unzuverlässig oder verletzend. Distanz wurde zur Selbstsicherung.

12. Weil sie spüren, dass sie sich klein machen. Sie sind ungern wichtig.

Sichtbarkeit fühlt sich gefährlich an. Eigene Bedürfnisse werden übergangen. Mit der Zeit geht die innere Lebendigkeit verloren.

Gelernt: Sichtbar sein zog Kritik, Neid oder Überforderung anderer nach sich. Unsichtbarkeit bedeutete Schutz.

13. Weil sie im Leben präsent sein wollen – statt im Autopiloten.

Tage vergehen, ohne wirklich erlebt zu werden. Entscheidungen fühlen sich fremdbestimmt an. Das Leben passiert – statt gestaltet zu werden.

Gelernt: Im Moment zu sein war emotional zu viel. Abschalten half zu überleben.

14. Weil sie Frieden mit ihren Gefühlen finden wollen.

Emotionen werden Gegner statt Verbündete. Innere Kämpfe kosten dauerhaft Energie. Ruhe bleibt ein Ausnahmezustand.

Gelernt: Gefühle führten zu Chaos oder Ablehnung. Kontrolle versprach Sicherheit.

15. Weil sie sich selbst nicht vertrauen.

Sie suchen Orientierung im Außen. Entscheidungen werden unsicher oder aufgeschoben. Abhängigkeit zu anderen ersetzt innere Führung.

Gelernt: Eigene Wahrnehmung wurde infrage gestellt. Fremde Stimmen galten als verlässlicher.

16. Weil sie ihre eigenen Grenzen nicht spüren oder nicht setzen können.

Überforderung und Groll wachsen, weil ihre Grenzen fehlen. Beziehungen fühlen sich einseitig an. Schuldgefühle begleiten jeden Versuch, für sich einzustehen.

Gelernt: Ein Nein brachte Schuld oder Liebesentzug. Ja sagen hielt Beziehungen stabil.

17. Weil sie sich in ihrer beruflichen Rolle verlieren.

Identität wird an Leistung gekoppelt. Erschöpfung oder Sinnkrisen folgen oft abrupt. Der Mensch hinter der Rolle gerät in Vergessenheit.

Gelernt: Anerkennung gab es nur für Funktionieren. Sein allein reichte nicht.

18. Weil sie Angst haben, „zu viel“ oder „nicht genug“ zu sein.

Sie opfern ihre Authentizität. Anpassung wird zur Überlebensstrategie. Innere Spannung ist konstant.

Gelernt: Echtheit wurde reguliert. Anpassung schützte vor Ablehnung.

19. Weil sie einen inneren Konflikt tragen: Anpassung vs. Echtheit.

Keiner ihrer Wege fühlt sich ganz richtig an. Entscheidungen erzeugen innere Reibung. Langfristig entsteht Entfremdung von sich selbst.

Gelernt: Echtheit gefährdete Harmonie oder Zugehörigkeit. Sich verbiegen hielt das System ruhig.

20. Weil sie wissen, dass sie Potenzial haben – aber keinen Zugang dazu.

Frustration wächst leise. Das Gefühl „Da wäre mehr möglich“ begleitet sie dauernd. Sie verurteilen sich selbst, statt klar zu sein.

Gelernt: Größe machte einsam oder bedrohte andere. Klein bleiben war sicherer.

21. Wenn sie sich nach innerer Ruhe sehnen.

Stress wird zum Grundzustand. Der Körper bleibt im Alarm. Regeneration gelingt nur oberflächlich.

Gelernt: Wachsamkeit war notwendig. Entspannung fühlte sich gefährlich an.

22. Weil sie keine innere Führung haben und ständig von außen leben.

Das Außen bestimmt das Leben. Meinungen anderer wiegen mehr als die eigene Stimme. Orientierungslosigkeit nimmt zu.

Gelernt: Eigene Richtung war nicht erwünscht. Folgen sicherte Bindung.

23. Weil sie es leid sind, gegen sich selbst zu kämpfen. Sie sind müde vom Kämpfen – gegen sich, gegen andere.

Energie fließt in Widerstand statt in Leben. Müdigkeit wird existenziell. Freude und Leichtigkeit verschwinden zuerst.

Gelernt: Anspannung war Überlebensmodus. Loslassen fühlte sich verantwortungslos an.

24. Weil sie bestimmte Gefühle meiden – und das Leben dadurch anstrengend wird.

Das Leben wird enger und anstrengender. Vermeidung kostet mehr Energie als Fühlen. Lebendigkeit bleibt gedämpft.

Gelernt: Gefühle hatten früher keine Begrenzung. Vermeidung schuf Kontrolle.

25. Weil sie ein Trauma oder alte Überlebensstrategien erkennen und lösen wollen.

Alte Schutzmechanismen bestimmen das Heute. Sicherheit wird gesucht, aber nicht gefunden. Beziehungen und Selbstbild leiden dauerhaft.

Gelernt: Benennen hätte das Familiensystem infrage gestellt. Schweigen schützte Zugehörigkeit.

26. Weil sie sich auf einer tiefen Ebene weiterentwickeln wollen. Sie spüren eine Sehnsucht, die sie nicht mehr ignorieren können.

Innere Unruhe wächst. Sinnfragen werden lauter. Irgendwann fordert das Leben eine Antwort.

Gelernt: Wollen führte zu Enttäuschung. Erwartungen senken schützte vor Schmerz.

27. Weil sie echte, gesunde Beziehungen gestalten wollen.

Alte Dynamiken wiederholen sich. Nähe bleibt unsicher oder konfliktgeladen. Verbindung wird anstrengend statt nährend.

Gelernt: Vorlagen fehlten. Vertrautes Ungesundes war berechenbarer als Neues.

28. Weil sie lernen wollen, mit Stress, Angst oder Druck anders umzugehen.

Der Körper bleibt im Überlebensmodus. Belastbarkeit sinkt. Kleine Auslöser wirken übergroß.

Gelernt: Dauerstress war normal. Ruhe war ungewohnt und unsicher.

29. Weil sie das Gefühl haben, im eigenen Leben Zuschauer zu sein.

Entscheidungen fühlen sich fremdbestimmt an. Verantwortung wird vermieden oder abgegeben. Das eigene Leben verliert Farbe.

Gelernt: Eigenverantwortung war zu früh oder verboten. Passivität schützte vor Fehlern.

30. Weil sie sich selbst wiederfinden wollen.

Identität bleibt diffus. Orientierung fehlt – innerlich wie äußerlich. Die Beziehung zu sich selbst bleibt ungeklärt.

Gelernt: Ein eigenes Selbst war nicht vorgesehen. Anpassung sicherte Beziehung.

Oder überhaupt sich erst kennenlernen.

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