Wie Erfahrungen Glaubenssätze formen

Von Marc A. Holtz

Was sind Kindheitsprägungen – und warum beeinflussen sie uns bis heute?

Unsere Kindheit ist die Phase, in der wir die Welt zum ersten Mal entschlüsseln. Alles, was wir erleben, wird tief im emotionalen Gedächtnis abgespeichert – besonders Erfahrungen, die mit Nähe, Sicherheit, Kritik oder Überforderung zu tun haben. Diese frühen Eindrücke werden zu inneren Überzeugungen, die wir später oft für objektive Wahrheiten halten.

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FAQ‘s: So läuft das!

Psychologisch gesehen entstehen daraus Grundannahmen, also Gedanken wie:

„Ich muss perfekt sein.“ „Ich störe.“ „Ich darf keine Fehler machen.“ „Andere sind wichtiger als ich.“

Diese inneren Sätze entstehen nicht, weil sie wahr sind, sondern weil sie als Kinder die beste Erklärung waren, die wir zur Verfügung hatten.

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Warum halten sich Glaubenssätze so hartnäckig?

Glaubenssätze bleiben bestehen, weil sie zu vertrauten Reaktionsmustern führen. Das Gehirn liebt Vertrautheit – selbst wenn sie uns blockiert. Unsere alten Überzeugungen beeinflussen unser Denken, unser Verhalten und unsere Beziehungen: häufig leise, automatisch und unbemerkt.

Sie formen Entscheidungen („Das kann ich eh nicht.“) Sie steuern Beziehungen („Ich muss mich anpassen.“) Sie prägen Selbstwertgefühl („Ich darf nicht auffallen.“)

Kurz: Glaubenssätze sind wie alte Betriebssysteme, die längst ein Update bräuchten – aber trotzdem weiterlaufen.

Kann man heute erkennen, was einen geprägt hat?

Ja – und deutlicher, als viele denken. Unsere gegenwärtigen Reaktionen sind oft Hinweise auf vergangene Erfahrungen. Typische „Erkennungszeichen“ sind:

Überreaktionen in scheinbar harmlosen Situationen

Wiederkehrende Beziehungsmuster

Blockaden oder Selbstzweifel

Perfektionismus, Anpassung oder Rückzug

Körperliche Stressreaktionen bei emotionalen Themen

Diese Signale sind wie kleine Marker, die zeigen, wo alte Erfahrungen noch wirken.

Wie Coaching dabei hilft, alte Muster sichtbar zu machen

Ein professionelles Coaching unterstützt dabei, diese Muster verständlich und greifbar zu machen. Dabei geht es nicht darum, traumatische Erlebnisse zu behandeln – das ist Aufgabe der Psychotherapie. Coaching richtet sich an Menschen, die stabile innere Strukturen haben, aber merken, dass sie durch alte Muster gebremst werden.

Traumasensibles Coaching arbeitet dabei besonders achtsam:

Es schafft einen sicheren Rahmen

Es hilft, innere Reaktionen zu verstehen

Es stärkt die Selbstwahrnehmung

Es macht unbewusste Muster bewusster

Es fördert Selbstkontakt und innere Klarheit

Das Ziel: Glaubenssätze erkennen, verstehen und Schritt für Schritt verändern.

Fazit: Unsere Kindheit prägt uns – aber sie bestimmt uns nicht

Frühe Erfahrungen haben Einfluss auf unsere Wahrnehmung, Entscheidungen und Beziehungen. Doch sie sind kein lebenslanges Urteil. Sobald wir verstehen, wo unsere Muster herkommen, können wir sie verändern – und Entscheidungen treffen, die wirklich zu uns selbst passen.


„Mit mir arbeitest du nicht an deinem Verhalten, sondern an der Beziehung zu dir. Das ist der Unterschied.“ Marc Alexander Holtz, Beziehungscoach, Trauma sensibel.

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