Vielleicht ist Glück gar nicht primär das Gefühl, dass alles gut ist, sondern die innere Akzeptanz, dass nichts festgehalten werden kann.
Menschen, Beziehungen, Körper, Gefühle, Lebensphasen, Pläne – alles verändert sich. Leiden entsteht oft dort, wo wir versuchen, etwas festzuhalten, das seiner Natur nach vergänglich ist.
In diesem Sinne könnte man sagen:
Glück ist vielleicht das Gefühl, akzeptieren zu können, dass nichts bleibt, wie es ist – und trotzdem ganz da zu sein.
Oder noch radikaler:
Glück ist nicht, dass das Leben bleibt, wie ich es gerne hätte.
Glück ist, dass ich aufhören kann, zu verlangen, dass es so bleibt.
Das hat übrigens eine interessante Nähe zu Stoizismus und buddhistischem Denken – aber auch zu deiner Arbeit: Selbstkontakt bedeutet nicht, einen Zustand festzuhalten, sondern Veränderung wahrnehmen und mit ihr in Beziehung bleiben zu können.