Ego vs. Liebe

Von Marc A. Holtz

Nicht selten treffen wir Entscheidungen aus einer von zwei Quellen: Ego oder Liebe. Beides gehört zum Menschsein – aber es fühlt sich radikal unterschiedlich an.

Woran du das Ego erkennst

Kontrolle statt Vertrauen

Das Ego will festhalten, sichern, absichern.

Es kontrolliert das Leben – auch das, was noch nicht ist oder nie wird.

Je mehr wir versuchen, etwas zu halten, desto schneller rinnt es uns durch die Finger.

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Reagieren statt fühlen

Es ist der Teil, der verletzt reagiert, wenn wir Ablehnung spüren oder Erwartungen nicht erfüllt werden.

Das Ego sucht Halt in Kontrolle – und leidet, wenn es Kontrolle verliert.

Das Leben kontrollieren, statt ihm vertrauen. Es will etwas erreichen, etwas festhalten, etwas absichern. Auch das was noch nicht ist oder nie wird.

Widerstand statt Annahme

Dem Ego fällt es schwer, das Leben so zu akzeptieren, wie es kommt.

Flexibilität fühlt sich für das Ego nach Gefahr an.

Dabei ist Flexibilität das Schmieröl des Menschseins – körperlich, mental, emotional, sozial.

Ohne sie läuft wenig rund: weder Gelenke noch Gespräche.

Urteil statt Verständnis

Das Ego urteil schnell, weil Urteilen vermeintliche Ordnung schafft.

Es sucht Gründe, warum etwas falsch ist – oder warum wir Recht haben.

Oft aus Mangel. Oft aus Angst. Oft aus Schutz.

Woran du die Liebe erkennst

Verstehen statt bewerten

Liebe ist nicht passiv. Sie ist kraftvoll – nur ohne Härte.

Sie verfolgt Ziele, aber bleibt weich im Herzen.

Sie fragt nicht: „Was habe ich davon?“

Sondern: „Was kann ich verstehen?“

Neugier statt Urteil

Liebe sucht Gründe, nicht Schuldige.

Sie erzwingt nichts, sie haftet nicht, sie muss nichts beweisen.

Der Drang, sich zu verteidigen oder besser sein zu wollen, fällt weg.

Annahme statt Festhalten

Liebe akzeptiert, dass manches wachsen darf – und manches nicht zu uns gehört.

Sie ist gegenwärtig, offen, ruhig.

Und sie weiß, dass Klarheit nicht durch Druck entsteht, sondern durch Raum.

Was passiert, wenn du den Unterschied erkennst

Klarheit statt Kampf

Es entsteht kein innerer Krieg – im Gegenteil:

Du spürst, aus welchem Teil du handelst.

Loslassen statt verkrampfen

Nicht mehr verbiegen.

Sondern loslassen.

Nicht mehr müssen.

Denn woran wir festhängen, sind oft unsere eigenen Erwartungen.

Das ist hausgemachter Schmerz.

Das ist das Gegenteil von Eigenverantwortung.

Das ist Opfersein statt Gestalten.

Leiden entsteht dort, wo das Ego Besitz anmeldet.

Frieden taucht dort auf, wo wir aufhören, ihn zu suchen.

Wie viele Menschen suchen verzweifelt die große Liebe –

und finden sie in dem Moment, in dem sie mit der Suche aufhören?

Das stille Geheimnis

Vielleicht liegt das Geheimnis genau hier:

Das Ego will haben.

Es wertet, verurteilt, kämpft – oft aus Angst.

Die Liebe will verstehen.

Auch die, die sie verletzen.

Und wenn man das erkennt,

wird selbst das laute Leben ein bisschen stiller.

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Die Beiträge hier basieren auf unseren psychologischen Erkenntnissen und traumasensibler Praxis – mit dem Ziel, langfristig innere und zwischenmenschliche Veränderung zu unterstützen. Kontakt zu sich aufzunehmen. Und dann auch zu anderen. Die Beiträge können helfen Blockaden zu identifizieren und Kontakt zu sich und anderen zu ermöglichen. Sie ersetzen keine ärztliche Therapie oder medizinische Behandlung.

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