Deine Gefühle führen dein Leben

Hast du dir heute schon vorgenommen, absolut rational, gelassen und erwachsen zu handeln? Und wie lief es so?

Keine Sorge, du bist nicht allein. Wir alle schleppen To-do-Listen, Excel-Tabellen und kluge Ratgeberbücher mit uns herum, nur um am Ende des Tages festzustellen: Der Kopf hat zwar die PowerPoint-Präsentation für das Leben geschrieben, aber das Gefühlschaos führt Regie.

Die Wahrheit ist: Wir kommen selten wegen eines „Problems“ in die Gänge. Wir kommen erst dann, wenn es sich einfach nicht mehr gut anfühlt.

Das Gehirn plant. Das Nervensystem entscheidet.

Wir glauben gerne, dass wir unser Leben mit purer Willenskraft steuern. Doch während unser Verstand noch Pro- und Contra-Listen wälzt, hat unser Körper längst eine Entscheidung getroffen. Gefühle sind die wahren Meister unseres Alltags. Sie schießen durch unsere Adern, schnüren uns den Hals zu oder lassen uns kopflos reagieren – meistens lange bevor das logische Denken überhaupt die Kaffeemaschine eingeschaltet hat.

Solange sich auf der emotionalen Ebene nichts ändert, kannst du noch so viele kluge Gedanken denken. Es wird sich nichts verändern. Das eigentliche Problem ist nämlich selten das Problem. Es ist, das weißt du eigentlich auch, das Gefühl darunter.

Die Sehnsucht nach der inneren Festplatte

Was wir eigentlich suchen, wenn wir nach Lösungen googeln, ist keine neue Strategie. Es ist Erleichterung. Wir sehnen uns nach einer inneren Ordnung. Nach einem Zustand, in dem das Nervensystem nicht permanent auf „Alarmstufe Rot“ funkt, sondern in dem einfach mal Ruhe herrscht. Ordnung im Inneren bedeutet nicht, dass du ab jetzt wie ein tiefenentspannter Yogi durch den Alltag schwebst. Es bedeutet, dass du aufhörst, gegen deine eigenen Emotionen Krieg zu führen.

Denn fast jedes verquere Gefühl, das du heute blockierst, war irgendwann in deiner Vergangenheit einmal eine verdammt kluge (Schutz-) Strategie. Es hat damals Sinn ergeben. Heute nervt es.

Vom Kontrollwahn zum echten Kontakt

Man verändert sein Leben nicht, indem man sich noch mehr zusammenreißt. Sondern indem man anfängt zu verstehen, was da drinnen eigentlich los ist. Erst wenn wir lernen, die Sprache unserer Innenwelt zu sprechen und die Signale unseres Körpers zu lesen, entsteht die Ordnung, nach der wir uns so sehnen.

Du musst nicht repariert werden. Du musst nur wieder lernen, mit dir selbst in Kontakt zu treten. Und genau da fangen wir an.

Erstgespräch zur Orientierung ist frei.