Viele Menschen spüren, dass sie in bestimmten Situationen immer wieder gleich reagieren — mit Perfektionismus, Rückzug, Kontrolle oder Überanpassung. Doch selten wird der Ursprung dieser Muster erkannt.
Von Marc Alexander Holtz
In meiner Arbeit schauen wir dahin, wo es damals nicht genügend Geborgenheit, Sicherheit oder Freiheit gab — zu den Bedürfnissen, die Kinder brauchen, um sich gesund zu entwickeln.
Erfahrungsberichte der KlientInnen
Wenn ein Bedürfnis nicht erfüllt wurde, entstand damals ein Schutzmechanismus, der in der Kindheit half. Heute als Erwachsene aber oft mehr schadet als nutzt.
Deshalb lohnt es sich, diese Schutzmechanismen bewusst anzusehen — mit Mitgefühl, Klarheit und dem Wunsch nach echter Veränderung.
So kann Heilung beginnen: nicht durch Kampf mit sich selbst, sondern durch Verstehen, Selbstregulation und liebevolle Transformation.
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1. Kontakt
Bedürfnis: Nähe, Gesehenwerden, körperlich-emotionale Präsenz.
Wenn es fehlt: Das Kind fühlt sich allein gelassen, überfordert oder „unsichtbar“.
Typische Schutzmechanismen:
Überanpassung („Ich funktioniere, damit niemand merkt, wie verloren ich bin.“) Leistungsmodus statt Fühlen Abspaltung vom Körper, kaum Selbstwahrnehmung Nähe vermeiden, weil sie sich unsicher oder überwältigend anfühlt Übererregung oder Untererregung (dauernd „an“ oder emotional taub)
Kernaussage:
Nicht fühlen zu können ist oft kein Defizit – sondern eine kluge Überlebensreaktion.
2. Einstimmung
Bedürfnis: Eigene Gefühle, Grenzen und Wünsche spüren und ausdrücken dürfen.
Wenn es fehlt: Das Kind richtet sich zwangsläufig nach den Erwachsenen aus.
Typische Schutzmechanismen:
Gefühlsorientierung nach außen („Wie geht’s den anderen?“ statt „Wie geht’s mir?“) Verlust der eigenen Bedürfnisse Entscheidungsschwäche, chronische Unsicherheit Selbstzweifel, ständiges Hinterfragen People Pleasing
Kernaussage:
Wer nie lernen durfte, sich einzustimmen, lebt im Radar-Modus der anderen.
3. Vertrauen
Bedürfnis: Sicherheit, Verlässlichkeit, Schutz, gehalten sein.
Wenn es fehlt: Das Kind muss sich selbst regulieren, ohne Halt.
Typische Schutzmechanismen:
Kontrollbedürfnis (alles im Griff haben müssen) Misstrauen, Angst vor Nähe Harmoniebedürfnis, um Konflikte zu vermeiden Übernahme von Verantwortung, frühe „Erwachsenheit“ Selbstregulation durch Rückzug
Kernaussage:
Kontrolle ist oft der Preis dafür, dass niemand anderes zuverlässig war.
4. Autonomie
Bedürfnis: Freiheit, eigene Impulse, „Nein“ sagen dürfen.
Wenn es fehlt: Das Kind lernt, dass eigene Wünsche belastend oder falsch sind.
Typische Schutzmechanismen:
Perfektionismus Schuldgefühle, wenn man etwas für sich tut Überanpassung („Hauptsache, niemand ist enttäuscht.“) Selbstkritik und innere Härte Konfliktvermeidung
Kernaussage:
Perfektionismus ist oft kein Ehrgeiz – sondern Angst vor Ablehnung.
5. Liebe & Sexualität
Bedürfnis: Liebe geben und bekommen, tiefe Verbindung, gesunde Intimität.
Wenn es fehlt: Nähe wird widersprüchlich – gewünscht und gefürchtet zugleich.
Typische Schutzmechanismen:
Nähe-Distanz-Schwankungen Überkompensation (Überliebe, Überfunktionieren) Selbstwertprobleme, starke Abhängigkeit von Bestätigung idealisierende oder abwertende Beziehungsmuster Schwierigkeiten, Liebe anzunehmen
Kernaussage:
Wenn Liebe unsicher war, fühlt sich Nähe später oft wie Gefahr an.
Wenn du merkst, dass deine Beziehung zu dir oder eure Beziehung hängen bleibt – zwischen Nähe und Rückzug, zwischen Sehnsucht und Schutz, zwischen Kontakt und alten Mustern – dann müsst ihr da nicht alleine durch.
Manchmal braucht es jemanden, der die Dynamik sieht, bevor sie eskaliert.
Jemanden, der euer Nervensystem beruhigt, eure Sprache übersetzt und den Raum hält, in dem ihr euch wieder begegnen könnt.
Genau dafür gibt es Beziehungsgestaltung, die nicht wertet, sondern versteht – und die euch hilft, aus alten Kreisläufen auszusteigen, bevor sie eure Liebe kosten.
Wenn du möchtest, begleite ich euch gern ein Stück auf diesem Weg.
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Ich bin praxisorientierter Beziehungscoach* und bringe Menschen dazu, sich und anderen mit Neugierde zu begegnen. Was dann passiert ist kein Zufall.
Ausgebildet zum traumasensibilisierten Beziehunfscoach. Heißt, die oft unsichtbaren Folgen von Traumata zu erkennen, zu verstehen und im Umgang mit Betroffenen bewusst darauf zu reagieren.
Ich arbeite mit Einzelpersonen und gebe Workshops für Verbände & Firmen nach Anfrage.
2025 ist erstmals mein Programm „Zurück zu dir, zurück nach vorn“ erschienen. Es begleitet meine Arbeit, Schreiben und Denken.

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