Realitätsschmerz: Road Map Veränderung (leider ohne Abkürzung)

Phase 1: Am Anfang einer Session mit mir steht kein großer Knall.

Kein dramatisches Ereignis. Sondern möglicherweise ein leises Kribbeln – „vielleicht lässt das Leben sich gestalten“.

Gedanken, die sich einschleichen, Zweifel, die man erst wegschiebt und dann doch noch wiederfindet.

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Phase 2: „Irgendwas stimmt nicht.“

Mit mir. Mit meinem Leben. Mit der Beziehung, die ich führe – oder nicht mehr richtig führe.

Man funktioniert, performt. Aber innerlich beginnt es zu haken. Und weil man ein moderner, reflektierter Mensch ist, beginnt Phase zwei: die Suche nach einer Lösung.

Man hört Podcasts. Liest Bücher. Markiert Sätze. Nickt wissend. Erkennt sich wieder.

Im Kopf passiert viel. Sehr viel sogar.

Im Gefühl? Eher nicht.

Man versteht plötzlich alles – warum man so ist, woher es kommt, was man „eigentlich“ tun müsste.

Und trotzdem ändert sich im Alltag kaum etwas.

Weil Verstehen nicht gleich Verändern ist.

Weil Einsicht leider keine emotionale Neuprogrammierung auslöst. Schade eigentlich.

FAQ‘s: So läuft das!

Grenzen setzen

Irgendwann dämmert es:

Phase 3: Alleine komme ich hier nicht weiter.

Also beginnt Phase drei: die Suche nach Expertise außerhalb von einem selbst.

Man denkt über Therapie nach. Und fragt sich gleichzeitig:

Was ist eigentlich der Unterschied zu Coaching?

Außer, dass Therapie von der Krankenkasse bezahlt wird und Coaching vom eigenen Konto – mit leichtem Schluckreflex.

Man merkt: Coaching ist kein geschützter Begriff.

Es gibt Menschen mit jahrelanger Ausbildung – und Menschen mit einem Wochenendseminar und gutem Marketing.

Man fragt sich: woran erkenne ich die Qualität von therapeutische Arbeit oder Coaching? Die Antwort wird sein: die Qualität der Verbindung zwischen zwei Menschen.

Therapie betrachtet die Krankheitsbilder. Coaching sucht nach dem Blockaden, die verhindern, dass man in Kontakten mit sich selber kommt.

Ein gutes Coaching ist individuell. Kein Baukasten. Kein Instagram-Zitat mit Atemübung.

Es setzt dort an, wo dein Thema liegt. Nicht dort, wo es gerade trendy ist.

30 Gründe für Coaching

Also folgt Phase vier: Unterscheiden lernen.

Spüren, ob jemand wirklich zuhört.

Ob Fragen gestellt werden, die unbequem sind – statt Antworten zu liefern, die angenehm sind.

Ob es um echte Entwicklung geht oder nur um kurzfristige Motivation mit Ablaufdatum.

Und dann passiert es:

Man geht ins Coaching.

Und stellt fest:

Coaching ist nicht nur „anders denken“.

Nicht nur Perspektivwechsel.

Nicht nur Reden über Dinge, über die man noch nie geredet hat – obwohl das allein schon überraschend viel ist.

Es ist das Auftauchen von Themen, die viel weiter zurückreichen, als man erwartet hat.

Bis an den Anfang des eigenen Lebens.

Zu alten Mustern. Prägungen. Schutzmechanismen, die einmal sinnvoll waren – und heute im Weg stehen.

Und plötzlich wird klar:

Veränderung passiert nicht im Kopf allein.

Sondern im Fühlen. Im Erleben. Im Durchgehen, nicht im Drüberlesen oder -hören.

Die Road Map endet nicht mit „Problem gelöst“.

Sie endet mit mehr Ehrlichkeit, mehr Selbstkontakt – und weniger Illusion darüber, wie Veränderung wirklich funktioniert.

Unbequem. Langsam. Wirksam.

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