Sternschanze Hamburg: ab 01.11.16

Sternschanze Hamburg: ab 01.11.16

Wir ziehen zum 01.11.16 um oder aus und suchen zeit­nah beruf­stätige Nach­mi­eter für unsere Alt­bau­woh­nung in der his­torischen Augustenpassage inmit­ten der Ham­burger Schanze. Die ist übri­gens voll­saniert.

Das Wort werk­tätig übri­gens nur, weil unser Ver­mi­eter sich das wün­scht. Wir wür­den auch Nicht-Werktätige zum Nach­mi­eter kühren. Doch kührt nur unser Ver­mi­eter. Und nur er wählt aus, wer das Apart­ment bezieht. In der Regel Men­schen mit Einkom­men. Wir ver­mit­teln und organ­isieren das.

Das Apart­ment liegt in der Augusten­pas­sage. Sie verbindet den Neuen Pfer­de­markt und die Stern­straße oder wer es anders sieht, für den liegt sie par­al­lel zur Beck­straße. 

Die Augusten­pas­sage ist verkehrs­beruhigt. Fußgänger­zone. Für Ort­skundige ist sie Verbindungsroute zwis­chen Stern­schanze und Karo­li­nen­viertel. Touris­ten durch­queren sie meist in Grup­pen. Um Ham­burg ken­nen­zuler­nen, setzt man sich sam­stags ins Fen­ster und lauscht.

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Unser Luxus-Chalet bietet neben einer zen­trum­sna­hen Luxus-Miete (849 € + 150 € Nebenkosten) weit­ere Acces­soires:

Wider Erwarten ein kleines Voll­bad, neuer Lam­i­nat­bo­den, drei Zim­mer auf knap­pen 50 qm, dazu ein Haus­meis­ter, Reper­aturs­er­vice und her­aus­ra­gende Nach­barn auf unserer Etage. Die mögen Wein, haben Humor und kön­nen Gespräche führen.

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Die kleine Eta­gen­woh­nung gibt Aus­blick auf Pflaster­steine, eine Rot­buche, einen Schul­hof, Innen­hof und Nach­bar­balkone. Mit­tels hohen Kas­set­ten­fen­stern nach vorn — Küche eines, Wohnz­im­mer zwei, nach hin­ten je ein nor­males Fen­ster im Schlaf- und Gästez­im­mer. Das Tages­licht flutet die Woh­nung wie man es erwartet.

Ein die drei Zim­mer verbinden­der Flur (siehe oben) wirkt geräu­mig und bei geöffneten Türen ist er genauso hell wie abends per Deck­en­beleuch­tung. Aber wer braucht das schon, wenn es Net­flix im Bett gibt?

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Die Woh­nung ist im Som­mer kühl, dafür warm im Win­ter – die Nach­barn heitzen von oben wie unten und nach hin­ten klei­det eine Energie-Isolierung die Rück­wand.

Wir befinden uns im 2. der vier Stock­w­erke. Unter dem Dach eine Abstel­lka­m­mer für jede Woh­nung. Wir haben dort sowohl Haus­stand wie Stühle und einen Lat­ten­rost unter­bekom­men.

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Nach vorne der Schul­hof, bedeutet tagsüber Kinderkreisch und Pausen­klin­geln. Sel­ten ist Frieden so hör­bar. Hin­ten ein Innen­hof. Gegenüber Balkone. Unten links airbnb, rechts ein Pärchen, links in der Mitte eine WG – immer ein voller Aschen­becher. Rechts daneben immer die Balkon­tür offen. Nie jemand gese­hen. Genau wie auf den oberen.

Auch einen Fahrradraum gäbe es zu nen­nen. Wir haben den jedoch, wegen chro­nis­cher Über­fül­lung als sinnlos befun­den und ungenutzt gelassen. Mein Fahrrad lehnt an der Hauswand. Zu alt um es zu klauen – das wäre ein Kom­pli­ment.

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Die Ein­bauküche ist inkl. Herd und Kühlschrank, alles wie neu. Neben dem Kühlschrank findet der geborene Koch noch eine kleine Arbeits­fläche. Wir kochen viel und das auch gern. Selbst einen Mini­tisch und zwei Stühle haben wir hier unterge­bracht. Die Zen­tral­heizung schnurrt geräuschlos. Die Fen­ster sind dicht. Steck­dosen über­all. Saniert halt oder: Eine Woh­nung die einen ungestört wohnen lässt.

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Die 49 Komma x qm sol­len laut unseren Gästen wie 60 wirken. Klingt aber in einer Woh­nungsanzeige wie dieser schnell nach einer Art Selb­st­be­weihräucherung.

Wir haben hier zu zwei über­lebt, genau wie unsere Beziehung. Das macht der Schnitt der Zim­mer – man kann sich bei dicker Luft aus dem Weg gehen. Gäste- und Schlafz­im­mer liegen nach hin­ten raus. Küche und Wohnz­im­mer fol­glich nach vorne.

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Ja, Gästez­im­mer – da ist Platz für eine Dop­pel­ma­tratze, Regal, Side­board und einen Ses­sel. Wir haben in dieser Woh­nung schon Woch­enen­den zu viert ver­bracht. Tipp: Es müssten aber gute Gäste sein. Sonst wuchert die Unord­nung aus dem Gästez­im­mer spür­bar in die Woh­nung hinein.

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Das Bad ist ein Voll­bad ohne Fen­ster. Man gewöhnt sich an alles oder ist es als Ham­burger gewohnt. Dafür mit einer gesun­den Lüf­tungsan­lage. Hier bleibt die Luft frisch als auch die Feuchtigkeit nach dem Duschen fern. Das Klo spült – wer ist wis­sen will – optional auch sparsam. Die Heizung bietet Platz für feuchte Handtücher, die Ther­mostate funk­tion­ieren, wie im Rest der Woh­nung. Das kann lei­der nicht jede Woh­nung von sich behaupten.

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Die umgebende Infra­struk­tur der Wohn­im­mo­bilie liest sich unge­fähr wie folgt: Die näch­sten U-Bahnstationen: Feld­straße (U3), Stern­schanze (U3) und Messe­hal­len (U2). Call-A-Bike-Stationen gibt es am Neuen Pfer­de­markt als auch an der Feld­straße.  Der Rest ist Car2Go oder Dri­veNow. Und wer einen Roller mieten will, kann in Ham­burg auch das tun.

Ein ReWe, ein Späti, Alnat­ura, diverse Wein- und Spir­i­tu­osen­lä­den, ein Por­tugiese mit ver­dammt guten But­ter­crois­sants, das Lebensmittel-Shoppingparadies, die Rin­der­mark­thalle (Aldi, Budni, Edeka etc.), der Schanzen­flohmarkt, ein sam­stäglicher Gemüse­händler, der Bunker, die Mark­t­straße, Schul­terblatt und die Wohlwill­straße — Delikatessen, Essen und Bars gibt es hier wie Mil­lionäre in der Stadt. Schon einige. Zum Joggen und entspan­nen bietet sich Planten un Blomen an, ein weitläu­figer Park, 7 Minuten von hier.

Alles plus einen Abstand von 1.000 € für einen neuen Lam­i­nat­bo­den, handge­fer­tigte Edelholz-Side- und Schuh­boarde (siehe unten). Eine Garder­obe und ein Schrank mit Stau­raum für Staub­sauger, Putz­fum­mel und Co. Für den, der möchte, oben­drein Regale in Küche und Bad dazu.

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Das Mietver­hät­nis war auf zwei Jahre angelegt, jedoch besteht bei Bedarf die Möglichkeit, sofern man Nach­mi­eter stel­len kann, frühzeitig aus dem Ver­hält­nis auszuschei­den. Davon machen wir Gebrauch. Wir wohnen erst seit April 2016 in der Woh­nung und ziehen nun in eine größere Bleibe. Das war unser Plan. Das und ein Balkon.

Der Ver­mi­eter, die Ake­lius GmbH, wün­scht fol­gende Unter­la­gen:

- Nach­weis über die let­zten drei Monats­ge­häl­ter oder …
— … falls ein neuer Job bevorsteht, reicht der Arbeitsver­trag
Mietschulden­frei­heits­bestä­ti­gung des aktuel­len Ver­mi­eters
— die Kopie des Per­son­alausweises
— eine Selb­stauskunft (händi­gen wir euch bei Inter­esse aus)

Wer­den die Unter­la­gen nach Inter­essens­bekun­dung bei uns abgegeben, leiten wir Sie umge­hend zur Prü­fung an unseren Ver­mi­eter weiter. Vorab benöti­gen wir noch die Bestä­ti­gung des erwäh­n­ten Abstandes. Ein Doku­ment, einst erhal­ten von unseren Vormi­etern, lassen wir uns von euch sig­nieren.

Es mag sich lohnen, die Doku­mente zeit­nah bei uns zu hin­ter­legen. Nur so kön­nen wir euch helfen an die Woh­nung zu kom­men. Was uns voll­ständig vor­liegt, geben wir zur Prü­fung weiter.

Die Ver­mi­etungs­ge­sellschaft ist sehr an einem langfristi­gen Mietver­hält­nis inter­essiert. Ebenso daran, dass man sich das kleine Schloss im Schanzen­filet leis­ten kann. Es kommt schließlich die Kau­tion (2.546,88€, zahlbar in drei Monat­sraten) hinzu. In Ham­burg keine Über­raschung. Für Studierende meist jedoch nicht trag­bar. WGs empfehlen wir nur bei entsprechen­den Ver­di­en­st­nach­weisen – ihr erspart euch andern­falls das Trauern darum, nicht das “Ren­nen” beim Ver­mi­eter zu machen.

Bei Inter­esse bitte pers. Nachricht per Mail. Besich­ti­gun­gen machen wir noch bis 11.10. nach Vere­in­barung.

Hard­facts:

Miet­be­ginn: 01.11.16
Wohn­fläche: 49,79 qm + Dachbo­den
Net­tokalt­mi­ete: 848,96 €
Heizkosten­vo­rauszahlung: 70 €
Betrieb­skosten­vo­rauszahlung: 80 €
Gesamt­mi­ete: 998,96 € (zu zahlen monatl. im Voraus, spät. 3. Werk­tag)

Kau­tion: 2.546,48 € (zahlbar in drei Monat­sraten)

Abschlag / Über­nahme: 1.000 €
Lam­i­nat­bo­den, Side­board, Schuh­board, Gader­obe, Stauschrank, optional REgale in Küche und Bad.

Snapchat-Tutorial für Einsteiger und Angeber

Snapchat-Tutorial für Einsteiger und Angeber

Was ist Snapchat? Das Gegen­teil von Inter­net – das Inter­net weiß alles, Snapchat ver­gisst alles. Texte, Fotos oder Videos, ein­mal versendet, löschen sich auf Empfänger­seite nach dem Öff­nen inner­halb von Sekun­den von selbst. Was bleibt ist die Erin­nerung. Was wie Alzheimer klingt, nennt sich Snapchat und lässt die alt ausse­hen, die erst hinzukom­men wenn alle schon da sind. In den USA ist die App bere­its erfol­gre­icher als Face­book.

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Snapchat – Siegeszug ohne Hemmschwellen

 

Der Mark­twert liegt derzeit bei 20 Mil­liar­den. Man kann sich vorstel­len, wie nervös Wer­be­treibende nach Ideen suchen, sich im (noch) Teenager-Netzwerk einzuhacken.

Das Snapchat nur für Jugendliche sei, ist eine Behaup­tung von zu Lebzeiten bere­its Ver­stor­bener. Wir haben es oft genug beobachtet: Junge Men­schen adap­tieren Inno­va­tio­nen früher als Erwach­sene. So war es bei Face­book, bei What­sApp oder bei Insta­gram, so wird es bei live.ly sein – Snapchat kommt erst Dank Teenagern erst bei denen an, die Ihre Jugend bere­its hin­ter sich haben.

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Schände dein Image, sofern eines vorhanden ist!

 

Der ver­stor­bene Mod­er­a­tor Roger Wil­lensen soll ein­mal gesagt haben: Wenn man schon ein Image hat, dann muss man es schän­den.

Die Bere­itschaft ein Image zu wahren, zu gestal­ten oder zu riskieren, lässt sich bei Snap­pern in drei Grup­pen unterteilen:

1. Kon­sumenten die nur emp­fan­gen und beobachten (= kein Imagerisiko oder Wahrung des beste­hen­den Images).

2. Kom­men­ta­toren die auf Snaps nur reagieren (= geringes Imagerisiko oder Bestä­ti­gung des vorhan­de­nen Images)

3. Die Pro­duzen­ten (= kein Image, unberechen­bares Image, facetten­re­iches, kreatives oder idi­o­tis­ches Image)

Wer nur guckt aber nichts Eige­nes auf den Weg bringt, ist hier schnell iden­ti­fiziert.

 

Snapchat – … babyleicht sagen die Anderen

 


Snapchat ist eine App für Ent­decker und das Ent­decken belohnt mit guten Über­raschun­gen: Vier Menü-Optionen lassen sich mit einem Wisch nach oben, unten, links oder rechts finden.

 

Snapchat – Chats, Fotos und Videos

 


Fan­gen wir an: Snapchat ist kosten­los und für alle neuen Smart­phones und Tablets ver­füg­bar. Ältere Geräte sind über­fordert. Schon das iPhone 5 kann einem den Spaß verder­ben.

Snapchat bietet Chat-, Foto- und Vide­o­funk­tio­nen. Mit Snapchat lassen sich (Video-) Anrufe täti­gen, Sprach­nachrichten versenden, Sticker und Fotos ebenso. Anders ist hier, dass Snaps sich nach Ansicht durch Empfänger automa­tisch löschen.

Der Chat ist pri­vat und nicht von anderen ein­se­hbar. Der Absender bes­timmt, wie viele Sekun­den sein Foto dem Empfänger zu Ver­fü­gung steht, bevor es wieder gelöscht wird. Min­i­mal eine, max­i­mal zehn Sekun­den. Die Ein­stel­lung findet sich nach dem Fotografieren links unten im Dis­play. Ein­mal drücken, Sekun­den­zahl auswäh­len, absenden. Empfänger sehen die Zeituhr nach Öff­nen der Nachricht im Bild­schirm: 3, 2, 1 … gelöscht.

Es lassen sich – für Fotos wie für Videos – mehrere Empfänger gle­ichzeitig adressieren. Das gibt sogle­ich Punkte auf den eige­nen Snap­score (später mehr dazu) – er gibt Auskunft über den Aktiv­itäts­grad eines Users. Empfänger kön­nen eine Nachricht nach Ansicht ein­ma­lig neu laden und ein zweites Mal anschauen. Geschieht das, bekommt man als Absender eine Nachricht. Es sei denn … Flug­modus.

Das auf einen Screen­shot ein Hin­weis an den Absender geht, dient der Abschreck­ung – hält im Zweifels­fall aber nie­man­den davon ab.

 

Snapchat – Eine Frage der Einstellung

 

Bevor man beginnt, ist der Blick in die Pro­file­in­stel­lun­gen die beste Ver­sicherung gegen zukün­ftige Schreck­mo­mente. App starten, das Gespenst am oberen Rand drücken oder herun­ter­wis­chen, danach oben rechts Stellschraube für Ein­stel­lun­gen auswäh­len. Hier wird aus­gewählt, wer einen kon­tak­tieren (Jeder, meine Fre­unde) und wer später meine Story anse­hen darf (Jeder, meine Fre­unde, benutzerdefiniert). Der Rest der Ein­stel­lun­gen ist nicht der Rede wert.

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Snapscore – Wer ist wie aktiv auf Snapchat?

 

Wer zunächst wis­sen will, wie aktiv einzelne Snap-Freunde sind, wirft einen Blick auf den Punk­te­s­tand eines Users, den Snap­score. Der Snap­score gibt Auskunft über den Aktiv­itäts­grad der jew­eili­gen Per­son. Wer sich noch im zweis­tel­li­gen Bere­ich befindet, dürfte den Anfänger­sta­tus nicht über­schrit­ten haben. Um den Snap­score aufzufinden, drückt man wieder das weiße Gespenst – nur im Kam­er­amodus auf dem Dis­play sicht­bar. Danach erscheint das gelbe Profil-Logo (Snap­code), Snap­name und der Snap­score. Die Punk­tzahl setzt sich aus ver­schick­ten und erhal­te­nen Snaps zusam­men und soll Auskunft über den Aktiv­itäts­grad des Snap­pers geben.

 

Snapchat – Discover, Live, neueste Updates, Storys

 

Sämtliche Snaps aller Fre­unde, ihre Sto­rys und weit mehr lassen sich im Kam­er­amodus (dem Haupt­menü) mit einem Wisch nach links öff­nen.

Unter Dis­cov­ery  finden wir die Chan­nel von Unternehmen wie Buz­zfeed, Vice und Co. Ein­fach Logo antip­pen und die Snaps begin­nen. Kann ganz lustig sein – frus­tri­erend ist nur, dass Unternehmen andere Möglichkeiten erhal­ten als wir selbst und die Snaps darum hoch­poliert daherkom­men. Dafür zahlen Sie allerd­ings.

Direkt darun­ter neueste Updates unserer Snapchat-Freunde und eine Etage darun­ter wiederum alle Sto­rys der­sel­ben, sprich ihre aneinan­derg­erei­hten gesam­melten Snaps. Zumin­dest all jene, die nicht älter als 24 Stun­den sind. Uraufgetippt geht es los. Was einen lang­weilt kann man vor­spu­len, in dem man ein­mal auf das laufende Bild oder Video tippt, springt man einen Snape weiter. Oben im Bild­schirm erscheint der jew­eils Name des Users, dessen Snaps oder Story man grade betra­chtet. Will man die laufenden Sto­rys in Gänze abbrechen, weil zu lang­weilig oder warum auch immer, ein­fach nach unten wis­chen und man kommt zurück in das zuletzt gewählte Menü.

 

Snapchat – “Meine Story”

 


Wer möchte, kann seine Foto- oder Videoschnipsel (Snaps) in die so genan­nte “Meine Story” ein­fü­gen. Alle Inhalte, die über den Tag verteilt in der Story veröffentlicht wer­den, rei­hen sich zu einem lan­gen Film­streifen aneinan­der. Nach jedem erstell­ten Foto oder Snapvideo fragt Snapchat, an wenn das Mate­rial gesendet wer­den oder ob es gle­ichzeitig auch für 24 Stun­den in die Story einge­fügt wer­den soll. Man kann alles Eigene auch spe­ich­ern aber dazu später mehr.

Meine Story” ist für alle oder, wenn so eingestellt, nur für Fre­unde sicht­bar. “Meine Story” ist im Gegen­satz zu pri­vaten Kon­ver­sa­tion die öffentlich ein­se­hbare. Im Gegen­satz zu einem an aus­gewählte “Fre­unde” versende­ten Beitrag kann “Meine Story” einen Tag lang ange­se­hen wer­den, so oft jemand möchte. Man kann unbe­grenzt viele Snaps aneinan­der­rei­hen und so die Geschichte erzäh­len. Ein Snap, ein­mal in der Story veröf­fentlicht, löscht sich nach exakt 24 Stun­den automa­tisch.

Wer seine Story oder die einzel­nen darin befind­lichen Snaps vorher löschen möchte, kann das manuell tun. Die Lösch­funk­tion ist für Anfänger kaum auffind­bar. Dabei ist der Weg kurz: App öff­nen, ein­mal nach links gewis­cht, sofern dann eine Story bere­its vorhan­den ist, tippt man rechts auf das Menü, Snap auswäh­len, ein Wisch nach oben und der Mülleimer erscheint als Option oben rechts. Gele­sen klingt das sper­rig, mit der App vor Augen ist das schnell gel­ernt.

 

Was versendet man auf Snapchat?

 

Was richtig oder falsch ist, hängt beim Kom­mu­nizieren auch hier vom Empfänger ab: Ich snappe mit der Fam­i­lie anders als mit Arbeit­skol­le­gen, mit Fre­un­den anders als mit Bekan­nten. Kurz: Man ist was man sendet oder was man sein will.

 

Wie finde ich heraus wer bei Snapchat ist?

 

Es ist leicht her­auszufinden wer von den eige­nen Fre­un­den oder Bekan­nten schon bei Snapchat istNach dem Öff­nen der App auf das Snapchat-Icon – ein weißes Gespenst –  am oberen Bil­drand klicken oder alter­na­tiv ein­fach das Gespenst mit dem Fin­ger nach unten ziehen.


Das erscheinende Menü ist selb­stre­dend. Wer Snapchat an dieser Stelle den Zugriff auf die per­sön­lichen Kon­takte im Tele­fon gewährt, findet prob­lem­los alle Snap­per aus dem eige­nen Tele­fon­buch. Zusät­zlich kann man nach User­na­men suchen oder Per­so­nen aus dem Tele­fon­reg­is­ter per SMS zu Snapchat ein­laden. Mich findet man hier.

 

Wo finde ich Snapchat­fil­ter und –masken?


Es gibt täglich neue Sets an Gesichts­fil­tern oder leichter voll­stell­bar: Masken. Egal ob für Fotografien oder Videoauf­nah­men. Und wer möchte kann sogar jedes iden­ti­fizier­bare Gesicht aus seiner eige­nen Foto­me­diathek auf­set­zen. Wem die Gesichter seiner Fre­unde und Bekan­nten nicht aus­re­ichen, macht Screen­shots seiner Lieblings-Celebrities. Dank Snapchat kann jeder sich mit dem Gesicht von Katy Perry ablichten oder im Video als Justin Bieber erscheinen. Wem das zu gruselig ist, beschränkt sich auf die von Snapchat vorgegebe­nen Masken.

Wer es mit Self­ies nicht so hatte, wird jetzt infiziert: Kam­era auf Selfie-Modus stel­len und mit dem Fin­ger das Gesicht berühren. Jetzt erscheinen am unteren Bil­drand ein Dutzend Masken (Snapchat­fil­ter). Am besten pro­biert man alle mal aus. Schweine­nase, Hund­fresse, Trans­vestit oder Eierkopf. Täglich tauscht Snapchat die Masken aus – einige ver­schwinden, andere erscheinen neu.

 

Snapchat face swap feature

 

Face Swap (Gesicht­stausch) war nicht das erste Fea­ture auf Snapchat aber es hat zur Ver­bre­itung der Messaging-App sicher beige­tra­gen. Gesichter­tausch – geht per Foto und Video. Dafür sind die Gesichter zweier Per­so­nen oder, wenn ein zweites Gesicht nicht in Reich­weite ist, reicht sogar ein Stofftier, Por­trait­foto und selbst eine Malerei funk­tion­iert. Gesichter müssen für Snapchat lediglich als Gesicht iden­ti­fizier­bar sein – zwei Augen, eine Nase, ein Mund. Dann die Kam­era auf zwei Gesichter hal­ten, ein Gesicht mit dem Fin­ger andrücken, den Face Swap-Filter (gelb mit zwei Smi­lies) aus dem Optionen-Menü auswäh­len und der Gesicht­stausch startet. Such fun!

 

Eigene Bilder mit face swap nutzen

 



Die face swap-Funktion mit Bildern des eige­nen Fotoal­bums, ist eine spätere Ergänzung des oben genan­nten Fea­tures. Es ist meines Eracht­ens das beste Fea­ture über­haupt. Snapchat ermöglicht damit Zugriff auf alle Bilder der eige­nen Foto­me­diathek. Zumin­dest alle auf denen die App Gesichter iden­ti­fiziert. Das bedeutet, dieses Fea­ture schenkt mir die Möglichkeit, mein Gesicht gegen die Gesichter meiner Fre­unde oder Bekan­nten zu tauschen. Ich kann, mit wessen Gesicht auch immer, Bilder oder Videos pro­duzieren.

Tipp: Wem die bish­eri­gen Gesichter in der eige­nen Mediathek nicht aus­re­ichen oder zu lang­weilig erscheinen, sucht sich weit­ere Gesichter aus dem Inter­net. Vielle­icht woll­ten Sie ohne­hin grade her­aus­finden, wie Sie als blutver­schmierter Jesus ausse­hen oder Hel­mut Kohl mit der Musik von Luciano Pavarotti pro­bieren. Grade kein Helmut-Portraits zur Hand? Eine her­aus­ra­gende Recherchen­quelle für Por­traits ist Pin­ter­est. Ein­fach die Web­site oder, sofern auf dem eige­nen Smart­phone schon vorhan­den, die App aufrufen und nach “Porträt suchen. Die Recherche lässt sich end­los ver­fein­ern. Beispiel­sweise mit einem zweiten Stich­wort wie “Comic“oder etwas Banalem wie“funny”. Es erwarten einen ungeah­nte Bildquel­len. Ist erst etwas Hüb­sches gefun­den, macht man davon einen Screen­shot. Dadurch wan­dert das Bild in die eigene Foto-Mediathek. Erkennt Snapchat den Screen­shot als Gesicht an, erscheint es beim Öff­nen der App in der Auswahl aller Gesichter im face swap-Feature. Mit jedem von der App erkan­ntem Gesicht lassen sich auch Videos drehen. Die Freak­show ist eröffnet – such fun!

 

Emojis – mobile Smilies und Farbfilter

 

Smi­lies nennt man im Fach­jar­gon unter Jugendlichen Emo­jis. Auf Snapchat im Kam­er­amodus im oberen Bil­drand unter dem Icon auffind­bar, dass aussieht wie ein Abziehbild. Ein Füll­horn an Emo­jis erscheint. Auswählbar durch Tip­pen. Zwei Dinge die man als Anfänger nicht auf dem Radar hat:

Emo­jis lassen sich in einem Video unter­brin­gen und selbst an sich bewe­gen­den Objek­ten fix­ieren. Angenom­men man möchte einem Gesicht einen Emoji aufk­leben – bestünde die Schwierigkeit, dass Gesichter sich in Videos bewe­gen. Der Emoji kann tat­säch­lich auf dem sich hin- oder her­be­we­gen­den Gesicht fix­iert wer­den, so dass er sich mit­be­wegt. Wie? Man erstellt ein Video, dann sucht man das Emoji aus, platziert es am gewün­schten Objekt im Video und hält es einen Moment gedrückt. Das Emoji fix­iert sich an seinem Objekt, loslassen und fer­tig. Mit diesem Fea­ture kann man seinen Fre­un­den leicht sig­nal­isieren, den Anfänger­sta­tus über­wun­den zu haben.

 

Farbfilter für Snaps

 


Wer mehr Farbe in seine Fotos oder Videos brin­gen möchte, kann das ein­fach mit Emo­jis erledi­gen: Foto oder Video erstel­len, wieder Emoji auswäh­len, dabei auf die gewün­schte Farbe achten. Wer einen roten Farb­fil­ter für sein Schwar­weiß­bild oder –video wün­scht, wählt irgen­deinen roten Emoji aus.  Dann den Emoji mit zwei Fin­gern immer weiter aufziehen, sprich ver­größern und dabei den Rand im Auge behal­ten. Desto größer man das Emoji zieht, umso pix­eliger wird es, heißt man sieht seine einzel­nen Bild­punkte aus denen es sich zusam­mensetzt. Diese Teile nennt man Pixel (der kle­in­ste einzelne Bestandteil eines Emo­jis sozusagen). Ein­mal richtig groß gezo­gen, kön­nen sie als her­vor­ra­gende Farb­fil­ter einge­setzt wer­den. So lassen sich Farb­fil­ter oder –rah­men für Bilder erstel­len.

 

Snaps bemalen

 

Auf jedem Snap lässt es sich malen. Sobald ein Snap erstellt ist, erscheint im oberen rechten Eck ein Stift-Symbol. Gedrückt erscheint die Farb­palette, mith­ilfe derer die Farbe aus­gewählt wird. Wem das nicht reicht, tippt mit seinem Fin­ger auf die Palette, hält ihn gedrückt und wis­cht jetzt über den Bild­schirm (Fin­ger auf Dis­play lassen!).  Mit dem Wis­chen über den Bild­schirm ändert sich die aus­gewählte Farbe. Dieselbe wird im Bunts­tift stets angezeigt. So lässt sich auch Schwarz oder Weiß als Zeichen­farbe auswäh­len und eine kleine Menge an Pastelltö­nen.

 

Snapsave: Wie speichere ich Snaps?

 

Wer die eige­nen Fotos und Videos spe­ich­ern möchte, kann das tun. Manch­mal sind die Videos ein­fach zu gut um sie gle­ich wieder zu löschen. Sobald ein Foto oder Video erstellt ist, bietet die App die Option, das Mate­rial auf dem eige­nen Gerät abzus­pe­ich­ern. Wer das möchte, muss das erledi­gen bevor er die Dateien versendet oder in “Meine Story” hin­ter­legt. Sonst sind sie gelöscht bevor sie gespe­ichert sind. Zum Spe­ich­ern drückt man  im unteren Menü auf den Pfeil der neben der Uhr (Kreis mit einer Zahl) erscheint. Ein­mal gedrückt und das Bild oder Video ist gespe­ichert. Das Mate­rial ist am sel­ben Ort hin­ter­legt, an das Smart­phone (oder Tablet) auch sonst Bilder und Videos spe­ichert. Von dort lassen sich die Snaps über alle anderen Kanäle ver­bre­iten – Face­book, Insta­gram, What­sapp, Youtube etc. Nie­mand der nicht auf Snapchat ist, muss noch länger auf Ihre Meis­ter­w­erke verzichten.

 

Unternehmen auf Snapchat

 

Auf­grund der ras­ant steigen­den Userzahlen bei Snapchat hecheln Wer­be­treibende (und mith­ilfe der­sel­ben viele Unternehmen) ihren Ziel­grup­pen hin­ter­her. Auf Snapchat präsen­tieren sich Unternehmen jung und frisch – sie ver­suchen es. Nie­mand wird um die Kunst der Glaub­würdigkeit herumkom­men.

Buz­zFeed, CNN, MTV, Mash­able, Cos­mopoli­tan, Vice oder der National Geo­graphic waren die frühen Vögel. In Deutsch­land geht das Vögeln etwas langsamer von­stat­ten. Vor­re­iter sind wie vor­mals bei Insta­gram schon Vertreter der Fashion-, Beauty- oder Entertainment-Branche: ProSieben, Neck­er­mann oder Bild.

Die Beauty- und Sport–Branche prof­i­tiert ver­mut­lich von ihrem Erfahrungsvor­sprung auf Insta­gram. Wer nicht stetig nur Mitläufer sein möchte, sollte rechtzeitig eigene Erfahrungswerte ein­sam­meln. Das zahlt zukün­ftig auf die Glaub­würdigkeit ein.

Im Hin­blick auf Snapchat sind die let­zten Plätze für Early Adopters noch nicht vergeben: Die Unternehmens­dichte ist hierzu­lande noch als harm­los einzustufen. Den­noch: Com­pa­nies investieren zunehmend Zeit in die Erstel­lung von Snapchat Sto­ries. In 2015 posteten grade 15,9% der amerikanis­chen Unternehmen täglich auf Snapchat. Im Ver­gle­ich dazu waren im sel­ben Zeitraum 74,6% täglich auf Twit­ter aktiv. Allerd­ings, diejeni­gen Com­pa­nies die Snapchat für ihre Ziel­grup­penansprache nutzen, sind hier aktiver als auf jeder anderen sozialen Plat­tform – durch­schnit­tlich neun Beiträge täglich.

Grund­sät­zlich ist in den sozialen Medien der­jenige beziehungsweise das Unternehmen erfol­gre­ich, das auch in anderen Net­zw­erken rel­e­vante The­men pub­liziert und dadurch über eine treue Fol­low­er­schaft ver­fügt. Wer auf Insta­gram oder Face­book keine Fol­lower an sich binden kann, wird es bei Snapchat nicht leichter haben. Hinzu kommt, dass Kon­sumenten bin ich der plat­ten Pro­duk­tin­sze­nierun­gen und der unglaub­würdi­gen Attitü­den müde gewor­den sind – gäh­nend lang­weilige Wer­bung oder sel­ten däm­liche Image-Kampagnen wis­cht man heute wie Staubflusen vom Bild­schirm.

Ist die Kam­er­ae­in­stel­lung geöffnet, reicht ein Wisch nach links um span­nende Com­pa­nies unter “Dis­cover” zu ent­decken. Einen zweiten Wisch nach links und es gibt noch mehr Auswahl. Wer Unternehmen nach Namen suchen und adden bzw. ihnen fol­gen möchte, kann das auch tun: Zurück zur Kam­era, das Gespenst im oberen Menü drücken oder alter­na­tiv nach unten wis­chen. Dann die Option “Fre­unde adden” auswäh­len und entsprechende Namen in die Suche eingeben.

 

Snapchat für iOS und Android

 

Ide­al­er­weise ist die Voraus­set­zung ein nicht zu altes Smart­phone mit den Betrieb­ssys­te­men Android oder iOS (keine Sorge: man hat entweder das eine oder das andere). Die App lädt man sich im App­store oder an entsprechen­der Stelle für Android-User herun­ter.

Marc Alexan­der Holtz ist unter dem User­na­men mar­calexan­derho auf Snapchat zu finden.

Geheimtipps zu Snapchat

Alternative für Deutschland

Unter den Artikeln der Online-Medien zur Flüchtlingskrise finde ich Sehn­süchte – sie, die Sehn­süchte, treiben dort aufre­gende Stil­blüten. Sehn­sucht nach Ver­gan­gen­heit blüht jetzt vielerorts wie Unkraut. Doch findet man Ver­gan­gen­heit nicht in der Gegen­wart. Egal wie sehn­süchtig wir uns wün­schen das alles bleibt wie es ein­mal war. Daran wird man auch in Erfurt und Dres­den nichts ändern kön­nen. Die Verän­derung kommt bekan­ntlich immer und ist beständig. Und da wird es aktuell vie­len zu bunt. Wie schön wäre jetzt eine Zukunft nur für uns allein, die man nicht teilen müsste mit denen aus der Fremde, die grade nach Zukunft suchen und sie in Deutsch­land zu finden hof­fen? Ist es das, was manche denken?

Gebt mir Zukunft. Mir, nicht denen die aktiv danach suchen, lese ich in den Kom­mentaren. Ich sage das so. Um Ver­ständ­nis zu sig­nal­isieren – für die Suche nach Zukunft. Nicht für ihre Worte! Die sind … alarmierend. Per­spek­tivlosigkeit muss einem den Atem rauben, das Lebens­glück oder ver­mut­lich sogar Hoff­nung. Und die einzi­gen mit denen man diesen Zus­tand teilen kön­nte, sind die Frem­den die durch die Grenz­zäune sick­ern und das­selbe suchen: Zukunft oder Lebens­glück. Und man ahnt – so weit wie die schon gelaufen sind, haben die das Zeug hier eine Zukunft zu finden. Aber man selbst? Vielle­icht gesellt man sich da lieber zu den Pegida- und AfD-Menschen. Die sprechen zumin­dest die eigene Sprache. Denen scheinen die meis­ten Wege auch zu weit. Denen fehlt auch das Zeug zur Zukunft. Die lieben sogar Ver­gan­gen­heit: Statt einem gren­zen­losen Europa, wün­schen die Län­der­gren­zen und die auch noch möglichst geschlossen. Weit­sicht ade. Prob­lem ungelöst. Aber aus Angst und Lösungsinkom­pe­tenz rennt man ihnen wohl mit kalten Füßen und Kerzen in den Hän­den sehr gerne hin­ter­her.

Welch blühende Ironie, Sarkas­mus, Zynis­mus machen sich in den Kom­men­tarspal­ten unter den Artikeln zur Flüchtlingskrise breit und geben uns als Gesellschaft das Zeug­nis aus­geze­ich­neter Wohl­stand­shüter? Besitzen, vertei­di­gen und wenig bis gar nichts abgeben. Von unseren Spielplätzen im Frieden, von unserer ärztlichen Ver­sorgung für jeden, von unserer Her­zlichkeit. Keinen Gedanken sich der Sit­u­a­tion zu stel­len, das Beste her­auszu­holen, sich zu engagieren, andere zu unter­stützen die wis­sen wie man Per­spek­tiven findet und Prob­leme löst. Erfahrun­gen statt Urteile sam­meln für etwas das man nicht lösen will. Statt Gal­gen­hu­mor und Mordgelüsten. Was für schreck­liche Worte die Angst pro­duziert. Zudem Defarmierung von Poli­tik­ern, Flüchtlin­gen, Medien – der Gesellschaft und somit auch derer die helfen die Not im Inn- und Aus­land zu lin­dern. Natür­lich, die Bun­desregierung kön­nte mehr Aufk­lärungsar­beit leis­ten, mehr Trans­parenz schaf­fen, den Äng­sten begeg­nen. Wir alle kön­nten mehr.

Was mehr sind wir, als die Hüter des Reich­tums, als selb­st­ge­fäl­lige Fratzen die als kleine Phrasendrescher unter die Kommentar-Publizisten gegan­gen sind? Mil­liar­den für die Finanzkrise waren wir bereit zu investieren, wen­ngle­ich gefühlt auch nur als Opfer. Ich habe die Finanzkrise schw­er­lich ver­standen. Ein paar Mil­lio­nen für Men­schen­leben hinge­gen lassen uns aber die Ner­ven ver­lieren. Obgle­ich diese Krise umso vieles leichter ver­ständlich scheint und so viel schw­er­wiegen­der ist. Wer will behaupten er sei noch Men­sch, der so gegen Men­schen ist, gegen das Teilen, Helfen, Ver­ste­hen und Sor­gen? Der Gren­zen zieht, doch sich sel­ten fragt was er oder sie getan hat, für das, worin er oder sie lebt, außer es zu genießen: Sicher­heit, Warmwasser, ein paar Schuhe, Fam­i­lie, James Bond und Zucker im Tee.

Wir sind Gesellschaft, sind das Sys­tem, wir sind die Medien, sind Mutti, sind alle etwas Merkel oder Maas, Europa oder Expor­teure mil­itärischen Geräts. Und wir alle sind Pegida, wenn wir sie aus­gren­zen, abstoßend finden und verurteilen ohne den Kon­sens zu suchen. Wo sind wir besser? So leicht kom­men wir da nicht raus. Wir sitzen gemein­sam in der Kom­fort­zone.

Wir haben Werte. Dafür gibt es Gründe und viele blutige Geschichten. Dafür gibt es lei­der keine Fes­tung und keine Grenze. Diese Werte sind schut­zlos, immer dann, wenn wir sie nicht vertei­di­gen. Es ist leicht zu sagen, man könne nichts tun. Doch es befreit nicht und es stimmt nicht. Wir alle sind Angsthasen oder Faulpelze, so lange wir keinen Teil zur Lösung beitra­gen.

Marc Alexan­der Holtz

An die Angsthasen

An die Angsthasen

Unter den Artikeln der Online-Medien zur Flüchtlingskrise finde ich Sehn­süchte – sie, die Sehn­süchte, treiben dort aufre­gende Stil­blüten. Sehn­sucht nach Ver­gan­gen­heit blüht jetzt vielerorts wie Unkraut. Doch findet man Ver­gan­gen­heit nicht in der Gegen­wart. Egal wie sehn­süchtig wir uns wün­schen das alles bleibt wie es ein­mal war. Daran wird man auch in Erfurt und Dres­den nichts ändern kön­nen. Die Verän­derung kommt bekan­ntlich immer und ist beständig. Und da wird es aktuell vie­len zu bunt. Wie schön wäre jetzt eine Zukunft nur für uns allein, die man nicht teilen müsste mit denen aus der Fremde, die grade nach Zukunft suchen und sie in Deutsch­land zu finden hof­fen? Ist es das, was manche denken?

Gebt mir Zukunft. Mir, nicht denen die aktiv danach suchen, lese ich in den Kom­mentaren. Ich sage das so. Um Ver­ständ­nis zu sig­nal­isieren – für die Suche nach Zukunft. Nicht für ihre Worte! Die sind … alarmierend. Per­spek­tivlosigkeit muss einem den Atem rauben, das Lebens­glück oder ver­mut­lich sogar Hoff­nung. Und die einzi­gen mit denen man diesen Zus­tand teilen kön­nte, sind die Frem­den die durch die Grenz­zäune sick­ern und das­selbe suchen: Zukunft oder Lebens­glück. Und man ahnt – so weit wie die schon gelaufen sind, haben die das Zeug hier eine Zukunft zu finden. Aber man selbst? Vielle­icht gesellt man sich da lieber zu den Pegida- und AfD-Menschen. Die sprechen zumin­dest die eigene Sprache. Denen scheinen die meis­ten Wege auch zu weit. Denen fehlt auch das Zeug zur Zukunft. Die lieben sogar Ver­gan­gen­heit: Statt einem gren­zen­losen Europa, wün­schen die Län­der­gren­zen und die auch noch möglichst geschlossen. Weit­sicht ade. Prob­lem ungelöst. Aber aus Angst und Lösungsinkom­pe­tenz rennt man ihnen wohl mit kalten Füßen und Kerzen in den Hän­den sehr gerne hin­ter­her.


Welch blühende Ironie, Sarkas­mus, Zynis­mus machen sich in den Kom­men­tarspal­ten unter den Artikeln zur Flüchtlingskrise breit und geben uns als Gesellschaft das Zeug­nis aus­geze­ich­neter Wohl­stand­shüter? Besitzen, vertei­di­gen und wenig bis gar nichts abgeben. Von unseren Spielplätzen im Frieden, von unserer ärztlichen Ver­sorgung für jeden, von unserer Her­zlichkeit. Keinen Gedanken sich der Sit­u­a­tion zu stel­len, das Beste her­auszu­holen, sich zu engagieren, andere zu unter­stützen die wis­sen wie man Per­spek­tiven findet und Prob­leme löst. Erfahrun­gen statt Urteile sam­meln für etwas das man nicht lösen will. Statt Gal­gen­hu­mor und Mordgelüsten. Was für schreck­liche Worte die Angst pro­duziert. Zudem Defarmierung von Poli­tik­ern, Flüchtlin­gen, Medien – der Gesellschaft und somit auch derer die helfen die Not im Inn- und Aus­land zu lin­dern. Natür­lich, die Bun­desregierung kön­nte mehr Aufk­lärungsar­beit leis­ten, mehr Trans­parenz schaf­fen, den Äng­sten begeg­nen. Wir alle kön­nten mehr.

Was mehr sind wir, als die Hüter des Reich­tums, als selb­st­ge­fäl­lige Fratzen die als kleine Phrasendrescher unter die Kommentar-Publizisten gegan­gen sind? Mil­liar­den für die Finanzkrise waren wir bereit zu investieren, wen­ngle­ich gefühlt auch nur als Opfer. Ich habe die Finanzkrise schw­er­lich ver­standen. Ein paar Mil­lio­nen für Men­schen­leben hinge­gen lassen uns aber die Ner­ven ver­lieren. Obgle­ich diese Krise umso vieles leichter ver­ständlich scheint und so viel schw­er­wiegen­der ist. Wer will behaupten er sei noch Men­sch, der so gegen Men­schen ist, gegen das Teilen, Helfen, Ver­ste­hen und Sor­gen? Der Gren­zen zieht, doch sich sel­ten fragt was er oder sie getan hat, für das, worin er oder sie lebt, außer es zu genießen: Sicher­heit, Warmwasser, ein paar Schuhe, Fam­i­lie, James Bond und Zucker im Tee.

Wir sind Gesellschaft, sind das Sys­tem, wir sind die Medien, sind Mutti, sind alle etwas Merkel oder Maas, Europa oder Expor­teure mil­itärischen Geräts. Und wir alle sind Pegida, wenn wir sie aus­gren­zen, abstoßend finden und verurteilen ohne den Kon­sens zu suchen. Wo sind wir besser? So leicht kom­men wir da nicht raus. Wir sitzen gemein­sam in der Kom­fort­zone.

Wir haben Werte. Dafür gibt es Gründe und viele blutige Geschichten. Dafür gibt es lei­der keine Fes­tung und keine Grenze. Diese Werte sind schut­zlos, immer dann, wenn wir sie nicht vertei­di­gen. Es ist leicht zu sagen, man könne nichts tun. Doch es befreit nicht und es stimmt nicht. Wir alle sind Angsthasen oder Faulpelze, so lange wir keinen Teil zur Lösung beitra­gen.

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